Mit an Bord
Ein praxisnaher Abklärungsprozess mit realen Aufgaben an einem lebendigen Kulturort
Schloss Marienlyst bietet jungen Menschen einen kürzeren, praxisnahen Abklärungsprozess an, bei dem die Gemeinde eine konkrete Bewertung der Motivation, des Erscheinens, des Unterstützungsbedarfs, der Arbeitsgewohnheiten, der sozialen Kompetenzen, der physischen Mobilität und des Potenzials der jungen Person für Ausbildung, Praktikum, Job oder andere ausbildungs- und beschäftigungsbezogene Maßnahmen wünscht.
Der Abklärungsprozess findet auf Schloss Marienlyst in Helsingør statt und basiert auf dem täglichen Betrieb des Schlosses als lebendiger Kulturort mit Café, Gästen, Veranstaltungen, Tagungen, Konferenzen, Führungen, Service, Gastfreundschaft, Freiwilligen und historischem Ambiente.
Der Prozess ist kein gewöhnliches Praktikum und kein gewöhnlicher Jobabklärungsprozess. Es ist ein pädagogisch gestalteter Abklärungsprozess, bei dem die junge Person durch konkrete und sinnvolle Aufgaben die Möglichkeit erhält, sich in einer realitätsnahen, unterstützten Lern- und Arbeitsgemeinschaft zu erproben.
Warum ein Abklärungsprozess?
Der Abklärungsprozess wurde entwickelt, um junge Menschen so früh wie möglich in die richtige Richtung zu lenken.
Der Prozess soll der jungen Person und der Gemeinde eine konkrete und praxisnahe Grundlage bieten, um zu beurteilen, ob die junge Person auf dem Weg zu FGU, einer anderen Jugendausbildung, einem Ausbildungsplatz, einem Praktikum, einem Job oder einer anderen beschäftigungsbezogenen Maßnahme weiter unterstützt werden kann – oder ob ein speziellerer, maßgeschneiderter Prozess erforderlich ist.
Der Abklärungsprozess kann somit verwendet werden als:
- eine praxisnahe Abklärung der Motivation, Ressourcen und des Unterstützungsbedarfs der jungen Person
- eine konkrete Grundlage für die Entscheidung über die nächste Maßnahme
- eine Möglichkeit, die Eignung für ein praxisnahes Lernumfeld zu testen
- ein wirtschaftlich verantwortungsvolles Instrument für die Gemeinde, da eine bessere Übereinstimmung das Risiko von Prozessen verringern kann, die nicht den aktuellen Bedürfnissen und dem Potenzial der jungen Person entsprechen
Für wen ist der Prozess gedacht?
Der Abklärungsprozess richtet sich an junge Menschen, bei denen eine praxisnahe Klärung und Beschreibung von Motivation, Funktionsfähigkeit, Arbeitsgewohnheiten, Unterstützungsbedarf und Teilnahmemöglichkeiten erforderlich ist.
Dies können zum Beispiel junge Menschen sein:
- bei denen die Gemeinde vor der Entscheidung über die nächste Maßnahme eine konkrete Beschreibung wünscht
- die Erfahrungen mit Schulabwesenheit, Schulverweigerung oder geringer Motivation für traditionellen Unterricht haben
- die sich in Bezug auf Arbeitsleben, Praktikum, Ausbildung oder andere Maßnahmen klären müssen
- die klare erwachsene Bezugspersonen, Struktur und konkrete Aufgaben benötigen
- die von einer realen Arbeits- und Kulturgemeinschaft profitieren können
- bei denen die Anwesenheit, Motivation, Aufgabenverständnis und der Unterstützungsbedarf über die Zeit beurteilt werden müssen
Die Zielgruppe kann unter anderem junge Menschen mit Autismus, ADHS, psychischer Vulnerabilität, sozialer Unsicherheit, leichten kognitiven Schwierigkeiten, allgemeinen Lernschwierigkeiten, Schulverweigerung oder anderen Faktoren umfassen, die Lernen, Wohlbefinden, Struktur, Anwesenheit oder Teilnahme beeinflussen.
Der Prozess ist auch relevant für junge Menschen, die am Rande von Ausbildung, Beruf oder Gemeinschaft stehen, aber bei denen noch unklar ist, was im Wege steht. Hier kann die Abklärung der Gemeinde eine konkretere Grundlage geben, um die Ressourcen, den Unterstützungsbedarf, die Motivation und die realistischen nächsten Schritte der jungen Person zu beurteilen.
Das Angebot setzt voraus, dass die junge Person mit relevanter Unterstützung in der Lage ist, in einem offenen und lebendigen Umfeld mit Gästen, Mitarbeitern, Freiwilligen, Cafébetrieb, Veranstaltungen und wechselnden Aktivitäten zu agieren.
Der Abklärungsprozess ist nicht auf junge Menschen mit Bedarf an einem geschlossenen oder stark abgeschirmten Spezialumfeld, ständiger individueller Unterstützung, umfassenden Behandlungsmaßnahmen oder vollständiger körperlicher Zugänglichkeit im gesamten Gebäude ausgerichtet.
Schloss Marienlyst ist ein historisches Gebäude mit Treppen und begrenzten physischen Zugangsbedingungen. Der Prozess setzt daher voraus, dass die junge Person eine gewisse physische Mobilität besitzt und sich sicher im Rahmen des Schlosses bewegen kann.
Was kann die junge Person ausprobieren?
Der Abklärungsprozess basiert auf konkreten Aufgaben im täglichen Betrieb des Schlosses. Die Aufgaben werden entsprechend den Ressourcen, der Tagesform, den Interessen und dem Unterstützungsbedarf der jungen Person ausgewählt und angepasst.
Die junge Person kann unter anderem Aufgaben in folgenden Bereichen ausprobieren:
- Café, Küche und Gastfreundschaft
- Gästeempfang und Gästeservice
- Vorbereitung von Tagungen, Konferenzen und Veranstaltungen
- praktischer Service, Aufräumen und leichte Reinigung
- Lager, Warenauffüllung und Warenverbrauch
- Kulturvermittlung und Führungen in einfacher Form
- Veranstaltungen und Tagungsservice
- Kommunikation, Foto und Sichtbarkeit
- einfache Verwaltung
- Wirtschaft und Betrieb in der Praxis
- Alltagsbewältigung, Struktur und Transporttraining
Die Aufgaben haben einen realen Zweck, aber die junge Person agiert nicht als gewöhnliche Arbeitskraft. Die Aufgaben dienen als pädagogische Abklärungsräume, in denen Anwesenheit, Motivation, Aufgabenverständnis, Verantwortung, Zusammenarbeit, Selbstständigkeit, Tempo, Pausen, Kommunikation und Unterstützungsbedarf beobachtet und bearbeitet werden können.
Was wird geklärt?
Der Abklärungsprozess kann unter anderem Folgendes aufdecken:
- Motivation
- Anwesenheit und Stabilität
- Tagesrhythmus und Arbeitszeiten
- Unterstützungsbedarf
- soziale Beteiligung
- Kommunikation
- Aufgabenverständnis
- Arbeitsgewohnheiten
- Verantwortung und Selbstständigkeit
- physische Mobilität und Übereinstimmung mit dem Rahmen des Schlosses
- Fähigkeit, sich in einem offenen Umfeld mit Gästen, Mitarbeitern und Freiwilligen einzufügen
- Interesse an relevanten Aufgabentypen
- Bedarf an Struktur, Pausen und erwachsener Unterstützung
- Ressourcen und Entwicklungspunkte
- relevante Ausbildungs- und Berufsrichtungen
- realistische nächste Schritte
Die Klärung kann zur weiteren Bewertung der Ressourcen, des Unterstützungsbedarfs, der Arbeitsfähigkeit, der Teilnahmemöglichkeiten und der relevanten nächsten Maßnahmen der jungen Person durch die Gemeinde beitragen.
Pädagogischer Rahmen
Der Abklärungsprozess basiert auf einem praxisnahen, relationalen und strukturierten pädagogischen Ansatz.
Gearbeitet wird mit:
- klarer Tagesstruktur
- festen Bezugspersonen
- konkreten und überschaubaren Aufgaben
- kleineren Gruppen oder individuellen Aufgaben je nach Bedarf
- Pausen und Energieregulierung
- schrittweiser Teilnahme
- Reflexion eigener Erfahrungen
- kontinuierlicher Beobachtung und Dokumentation
- engem Dialog mit der Gemeinde
Für einige junge Menschen beginnt die Abklärung mit geschützteren Aufgaben hinter den Kulissen. Für andere kann schneller mit Gästekontakt, Café, Tagungsservice, Vermittlung oder Aufgaben mit größerer Verantwortung gearbeitet werden.
Dauer und Umfang
Der Abklärungsprozess kann zum Beispiel über 8–12 Wochen geplant werden.
Der Umfang wird konkret mit der Gemeinde vereinbart und kann typischerweise 2–3 Tage pro Woche betragen, abhängig von den Bedürfnissen der jungen Person, dem Zweck der Abklärung und dem gewünschten Dokumentationsniveau.
Der Prozess wird mit einem festen und überschaubaren Wochenplan gestaltet, damit die junge Person die Möglichkeit erhält, Anwesenheit, Rhythmus, Struktur und Teilnahme über die Zeit zu trainieren.
Dokumentation
Der Abklärungsprozess wird mit einer kurzen schriftlichen Bewertung an die Gemeinde abgeschlossen.
Die Bewertung kann unter anderem Folgendes beschreiben:
- Anwesenheit und Stabilität
- Wohlbefinden und Motivation
- Ressourcen und Interessen
- Unterstützungsbedarf
- soziale Beteiligung
- Teilnahme an konkreten Aufgaben
- physische Mobilität und Übereinstimmung mit dem Rahmen des Schlosses
- Arbeitsgewohnheiten und Aufgabenverständnis
- Selbstständigkeit und Verantwortung
- Bedarf an Struktur, Pausen und erwachsener Unterstützung
- Bewertung relevanter Ausbildungs- und Berufsrichtungen
- Empfehlungen für den weiteren Verlauf
Die Dokumentation ist konkret, praxisnah und handlungsorientiert, sodass sie in der weiteren Bewertung und Planung der Gemeinde verwendet werden kann.
Mögliche nächste Schritte
Der Abklärungsprozess soll dazu beitragen, eine klarere Grundlage zu schaffen, damit die junge Person in die richtige Richtung weiterkommen kann.
Ziel ist es, dass die junge Person so weit wie möglich auf dem Weg zu FGU, einer anderen Jugendausbildung, einem Ausbildungsplatz, einem Praktikum, einem Job, einer anderen beschäftigungsbezogenen Maßnahme oder einem ähnlichen relevanten nächsten Schritt unterstützt wird.
Sollte sich herausstellen, dass die junge Person einen spezielleren, maßgeschneiderten Prozess benötigt, kann die Abklärung auch als Grundlage für die weitere Bewertung durch die Gemeinde dienen.
Nach dem Abklärungsprozess können die nächsten Schritte zum Beispiel sein:
- FGU
- andere Jugendausbildung
- Ausbildungsplatz
- Praktikum
- Job
- andere beschäftigungsbezogene Maßnahme
- weitere Abklärung oder Unterstützungsmaßnahme
- oder ähnliche relevante nächste Schritte
Der Preis für den Abklärungsprozess ist auf stu-overblik ersichtlich.
Der Prozess wird grundsätzlich über einen Zeitraum von beispielsweise 8–12 Wochen an 2–3 Tagen pro Woche organisiert.
Der Preis hängt vom Umfang, der Anwesenheit, dem Unterstützungsbedarf, der Besprechungsaktivität und den Dokumentationsanforderungen ab.
Der Preis umfasst grundsätzlich:
- Einführungsgespräch und Erwartungsabgleich
- praxisnahe Abklärung durch konkrete Aufgaben
- pädagogische Unterstützung im vereinbarten Umfang
- feste Kontaktperson
- kontinuierliche Beobachtung
- Dialog mit der Gemeinde nach Vereinbarung
- kurze schriftliche Abschlussbewertung
- Empfehlungen für nächste Schritte
Folgendes wird separat vereinbart:
- Transport zum und vom Angebot
- besondere 1:1-Unterstützung
- externe Behandlung
- besondere Hilfsmittel
- außerordentliche Aktivitäten
- besondere Begleitung
- zusätzliche Besprechungsaktivitäten oder Dokumentation über das Vereinbarte hinaus
Eventuelle steuerliche Aspekte werden gemäß den geltenden Vorschriften behandelt.
Kontakt und Besuch
Schloss Marienlyst wünscht eine enge und professionelle Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der jungen Person und eventuellen Angehörigen, damit die Abklärung relevant, sicher und nutzbar wird.
Vor Beginn wird ein Besuch auf Schloss Marienlyst empfohlen, wo die junge Person, eventuelle Angehörige und die Gemeinde einen Eindruck vom Ort, dem Rahmen, den Zugangsbedingungen und den Aufgabentypen erhalten können.
Gemeinden, KUI/UU-Berater und Kooperationspartner sind herzlich eingeladen, Direktorin Lene Lissau für weitere Informationen, vertiefendes Material, Besuche oder den Dialog über konkrete junge Menschen zu kontaktieren.
Kontakt:
Direktorin Lene Lissau
S/I Schloss Marienlyst
ll@marienlystslot.dk
+45 25 11 84 34
Marienlyst Allé 32, 3000 Helsingør